Erfahre hier, welche 4 Arten der Künstlichen Befruchtung es gibt:

Wenn die Beobachtung des Zyklus oder die Behandlung mit Hormonen keine Wirkung zeigen, kannst du dich auch für eine künstliche Befruchtung entscheiden.

Wenn eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg nicht zustande kommt, gibt es die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung (sog. assistierte Reproduktion, ART).
Dieser gehen meist Hormonbehandlungen voraus, die den Körper optimal auf die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten vorbereiten.

1. Intrauterine Insemination (sog. Samenübertragung)

Bei der Samenübertragung werden die Samenzellen direkt in die Gebärmutter übertragen – meist in Fällen, in denen der Partner zu wenige oder nicht ausreichend bewegliche Spermien hat. Die Samenübertragung gilt als einer für die Frau weniger belastende Methode – trotz vorheriger Hormonbehandlung.

Vor der Übertragung wird der Samen aufbereitet, dadurch sind die Befruchtungschancen höher und allergische Reaktionen niedriger. Die durchschnittliche Erfolgsquote bei Frauen liegt bei etwa 5%-10% pro Versuch. Nach mehreren Übertragungen tritt in etwa 10%-30% der Fälle eine Schwangerschaft ein.

Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten.

2. In-vitro-Fertilisation (IVF)

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) wird in Etappen aufgeteilt:

Zu Beginn erfolgt eine Hormonbehandlung, bei welcher der Frau Eizellen aus dem Eierstock entnommen und in einem Reagenzglas mit Spermien des Partners vermischt werden. Danach erfolgt eine Befruchtung, in welcher sich die befruchteten Eizellen weiter entwickeln; wenn diese ausreichend entwickelt sind, wird der Embryo wieder in die Gebärmutter eingesetzt.

Eine IVF ist ein komplexer Vorgang, bei dem es manchmal passieren kann, dass der Embryo sich nicht in die Gebärmutter einnistet, daher werden oft zwei oder mehr Embryonen übertragen – dies führt in 20% der IVF-Behandlungen zu Mehrlingsschwangerschaften. Die Erfolgsquote einer IVF-Behandlung liegt bei rund 25%-30%, die Lebensgeburtenrate bei 15%-20%.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen anteilig die Kosten, in einigen Bundesländern gibt es in Kooperation mit dem Bund eine zusätzliche finanzielle Unterstützung.

3. Intrazyptoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist eine spezielle IVF-Behandlung, welche zum Einsatz kommt, wenn es aufgrund der Spermienqualität bei einer Samenübertragung oder IVF-Behandlung nicht zur Befruchtung der Eizelle kommt. Bei der ICSI werden der Frau im Anschluss an eine Hormonbehandlung Eizellen entnommen, eine einzelne Samenzelle wird direkt in die Eizelle injiziert. Gelingen Befruchtung und Zellteilung, werden bis zu drei Embryonen in die Gebärmutter der Frau übertragen.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen anteilig die Kosten, in einigen Bundesländern gibt es in Kooperation mit dem Bund eine zusätzliche finanzielle Unterstützung.

4. TESE und MESA

Testikuläre Spermienextraktion (TESE) und Mikrochirurgische Epididymale Spermienaspiration (MESA) sind weitere Methoden der künstlichen Befruchtung. Es kann vorkommen, dass sich in der Samenflüssigkeit des Mannes keine Samenzellen befinden. Mithilfe eines operativen Eingriffs kann in manchen Fällen Sperma direkt aus den Hoden (TESE) oder den Nebenhoden (MESA) gewonnen werden. Die anschließende künstliche Befruchtung wird dann nach der ICSI-Methode durchgeführt.

Hier findet Ihr wertvolle Informationen rund um die finanzielle Unterstützung bei künstlichen Befruchtungen.

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